SchorschBlog: Nix mit Englisch in Калининград

5.10.16

Nix mit Englisch in Калининград

Eigentlich dachten wir blauäugigen Deutschen ja, dass nachdem das alles mit den Russen in St. Petersburg wirklich klasse geklappt hatte, hier in Kaliningrad genauso gut läuft. Zudem war das ja mal deutsch und von daher müsste man schon durchkommen. 

Ja von wegen! 

Mal von den Hasen an der Rezeption abgesehen spricht in dieser Stadt wohl keiner eine Fremdsprache. Wäre alles nicht schlimm, wenn der gemeine Schwabe wenigstens was mit den Buchstaben anfangen könnte. Aber auch hier machen die Spaßvögel des ehemaligen Zarenreiches mit den kyrillischen Lettern es einem wirklich nicht leicht. Kein Busfahrplan, kein Tramfahrplan, keine Metro, kein Taxi. Das war ne Herausforderung, aber auch wirklich eine Erfahrung. 
Mit Händen, Füßen und Google Übersetzer finde ich aber die Ausbeute gar nicht schlecht: Dom, Orgelkonzert, Bernsteinmuseum, lecker Abendessen und das Gate zur Rückfahrt ohne die Kenntnis von Irgendwas. Und mit relativ wenig Rubelchen. 
Schade, was die Bomben des Krieges und der sowjetische Wohnungsbau aus dieser einst wunderschönen mittelalterlichen Stadt gemacht haben. Vom alten Königsberg ist außer dem Dom und dem Grab von Immanuel Kant nicht mehr viel übrig. Und Bilder von vor noch gar nicht langer Zeit zeigen eine lebhafte Stadt, wo heute nur noch ein Park und Plattenbauten stehen. Gespenstisch aber Interessant. 


















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